Trennung nach 21 Jahren: Zurück ins eigene Leben mit Susanne
Shownotes
Susanne steckt nach 21 Jahren Beziehung in einem emotionalen Zusammenbruch: Alles ist neu, alles ist anders und dabei hat sie sich selbst verloren. Ulrich spricht mit ihr darüber, warum Loslassen so schwerfällt, wie alte Muster („Ich bin nicht wichtig“) wirken und wie sie wieder fühlt, wer sie eigentlich ist. Eine berührende Folge über Mut, Identität und Neubeginn.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Willkommen zum Podcast Therapie Haut Nahe, ein Podcast der MindPalp.
00:00:05: Mein Name ist Ulrich Wilken, ich bin Psychologe und Psychotherapeut.
00:00:08: Mein heutiger Gast ist Susanne.
00:00:11: Susanne hat zwei Kinder und möchte sich nach einundzwanzig Jahren von ihrem Mann trennen.
00:00:15: Warum kann ich mich nicht lösen?
00:00:17: Ich habe mein Eigensein vergessen.
00:00:19: Ich bin nicht so wichtig.
00:00:22: Dieses Gefühl kennt Susanne schon sehr lange.
00:00:25: Ich bin gespannt, wohin der Weg Susanne führt.
00:00:27: Viel Spaß beim Zuhören.
00:00:31: Ja, herzlich willkommen zum Podcast Therapie Hautnah, ein Podcast der MindPA App.
00:00:36: Mein heutiger Gast ist Susanne.
00:00:39: Herzlich willkommen, Susanne.
00:00:41: Hallo.
00:00:43: Susanne, am Anfang stelle ich immer die Frage aus reiner Neugier, wie es dazu gekommen ist, dass du jetzt heute hier bist.
00:00:51: Wie ist der Weg dahin, sozusagen gewesen?
00:00:55: Der war kurz.
00:00:57: Ich hatte Facebook Reels gesehen, mit kurzen Videos und irgendwann kam das Angebot für diese Therapie-Hodner-Podcastsitzungen.
00:01:08: Ich hab mich einfach angemeldet.
00:01:10: Okay, gut.
00:01:11: So ist das meistens.
00:01:13: Ich bin immer neugierig, was.
00:01:15: vielleicht gibt's vielleicht mal andere Wege, aber so ist das meistens.
00:01:17: Alles gut.
00:01:18: Okay, Susanne, jetzt haben wir hier ein bisschen Zeit.
00:01:21: So, schön, dass du da bist.
00:01:23: Wir haben ein bisschen Zeit.
00:01:24: Und wie immer möchte ich versuchen zu verstehen, wobei ich vielleicht ein bisschen behilflich sein kann.
00:01:31: Was ist so, wir müssen das gemeinsam bauen, ja?
00:01:33: Also das ist ja, meistens ist das immer nicht so ganz eindeutig.
00:01:37: So ganz klar, müssen wir mal schauen.
00:01:39: Was ist dein Thema?
00:01:40: Wobei kann ich vielleicht ein bisschen behilflich sein?
00:01:44: Hm, okay.
00:01:46: Also ich bin gerade dann kompletten Lebensumbruch alles neu und ich... kommen damit überhaupt nicht klar.
00:01:59: Wobei ich sonst eigentlich nicht sehr ängstlich bin und eigentlich auch immer gern was Neues.
00:02:05: Also ich bin jetzt nicht der Sicherheitstyp, aber es ist für mich so alles grad neu.
00:02:14: Okay.
00:02:14: Und bevor wir gucken und da etwas vielleicht noch adden, ich muss ja nicht alles wissen, aber so ein bisschen, damit ich mir ein Bild machen kann.
00:02:21: Und was könnte der Sinn sein, dass wir jetzt hier miteinander sprechen?
00:02:25: So woran würdest du vielleicht merken, dass das für dich Sinn gemacht hat nachher?
00:02:31: Dass ich da optimistisch, optimistisch nach vorne schauen kann und das abschließen kann.
00:02:39: Und mich das vielleicht noch mal so runterzieht.
00:02:43: Also optimistisch nach vorne blicken und Was hinter, hinter dir lassen?
00:02:50: Das alles hinter mir lassen, was war und abschließen und loslassen.
00:02:59: Okay, das heißt du könntest, was immer das ist sozusagen hinter dir lassen und loslassen.
00:03:05: und wenn du deine Vorstellung ist, wenn du das könntest, dann könntest du freier nach vorne schaut.
00:03:11: Hab ich richtig so verstanden?
00:03:13: Ja so, so ähnlich, ja dann.
00:03:16: Ja, sag mir, wie es
00:03:17: wird.
00:03:18: Ja, es macht mich gerade noch so so so traurig.
00:03:22: So
00:03:22: mag ich ja.
00:03:24: Ja,
00:03:25: okay.
00:03:26: Okay, gut.
00:03:29: Ja, also nochmal.
00:03:31: Es macht dich traurig, dass.
00:03:35: Ich musste, wie gesagt, ich will da gar nicht rein bohren, ja, aber ich merke ja, dass sich das beschäftigt und bewegt, ja.
00:03:42: Also, ähm, da müssen wir immer so zum Mittelmaß finden, ja.
00:03:46: Sag mal, ich möchte nur noch, damit, weißt du, damit wir nicht jetzt hier die große Deutschen Reise machen, soll das Säuer ein bisschen, das Säuer, wir werden nicht in einer Stunde der ganzen Leben jetzt verändern können.
00:03:56: Aber, also, das schaffe ich auch nicht, aber... vielleicht ich brauche so eine ahnung was.
00:04:02: wir können über vieles reden und wir können über deine geschichte reden und wir können über das reden was du loslassen möchtest.
00:04:07: und soweit und sofort ja und gleichzeitig brauche ich so eine ahnung.
00:04:11: nun mal ich frage dich nicht ab ja so ich brauche so eine ahnung wo?
00:04:16: wenn das alles wenn wie immer das geht es dir gelingen würde mehr los zu lassen und optimistischer nach vorne zu gucken was wäre denn dann?
00:04:25: vielleicht wenn du dir das mal vorstellst Du kannst loslassen.
00:04:31: Du kannst irgendwie besser abschließen.
00:04:33: Was immer es ist.
00:04:36: In meiner Forschung dann entsteht mehr Freiheit für etwas Neues.
00:04:40: So.
00:04:42: Und wenn etwas Freiheit für etwas Neues entsteht, dann ist man in der Regel optimistischer.
00:04:46: Das, glaube ich, kann nicht verstehen.
00:04:49: Aber was wäre denn dann vielleicht?
00:04:53: Stellen Sie mal vor, du bist optimistischer.
00:04:57: Was könnte wachsen?
00:05:00: Die Freiheit.
00:05:03: Und mein... mein neues Leben, mein... vielleicht wieder mehr ich.
00:05:12: Ich habe mich, glaube ich, sehr verloren die letzten Jahre.
00:05:17: Okay.
00:05:18: Jetzt könnte mehr ich wachsen.
00:05:20: Ja?
00:05:21: Okay.
00:05:22: Gut.
00:05:22: Und angenommen, ich bin ein bisschen pingelig und ein bisschen hartnäckig.
00:05:25: Tut mir leid, ja?
00:05:26: Aber ich muss es verstehen.
00:05:29: Wenn dein Ich wieder, was du vielleicht ein bisschen verloren hast die letzten Jahre, wieder mehr wachsen wollte, woran würdest du das merken?
00:05:36: Woran würdest du das spüren?
00:05:42: Ich könnte wieder besser meine Grenzen setzen, die sind ziemlich oft übergangen worden.
00:05:50: Und wieder mehr meinen ... meinen Hobbys nachgehen, was mir gefällt.
00:05:56: Und ... ja, hauptsächlich ... hauptsächlich, dass ich Grenzen setze nach außen.
00:06:06: Okay.
00:06:07: Und ... was hast du in der Vorstellung?
00:06:09: Was für ein Gefühl bräuchtest du?
00:06:11: Ich glaube, du ... Wie man grenzen setzt, prinzipiell weißt du.
00:06:14: Ja.
00:06:15: Aber, ja, also glaube ich, das musst du ja keiner erzählen.
00:06:18: Aber was für hast du eine Fantasie, was für ein Gefühl du bräuchtes in dir, damit du besser grenzen setzen kannst?
00:06:27: Keine Ahnung.
00:06:28: Das weiß ich.
00:06:30: Ja, okay, nee, ich frag dich ja auch nicht ab, wir wissen, hat das was mit Vertrauen zu tun, endlich hier selbst?
00:06:38: Habe ich eigentlich, habe ich eigentlich, das ist nur ein bisschen zunichte gemacht worden, die letzten Jahre.
00:06:45: Aber dann, okay, du hast eigentlich Vertrauen, aber noch mal, damit ich es verstehe.
00:06:49: Wenn dein Vertrauen, was du eigentlich hast, was in dir ist, super, ja?
00:06:55: Wenn das wieder mehr wachsen könnte, könntest du dann besser Grenzen setzen?
00:06:58: Ja.
00:06:59: Okay.
00:07:00: Das Vertrauen ist da, aber es hat ein bisschen gelitten, ja?
00:07:03: Ja,
00:07:04: ja.
00:07:04: Bisschen sehr.
00:07:06: Bisschen sehr.
00:07:08: Okay.
00:07:11: Gut.
00:07:12: Und würdest du denken, dass das, was immer dir widerfahren ist, Und was du hinter dir lassen möchtest und wo du dann ich ein bisschen verloren hast und so weiter und so fort, ist das für dich in sich selbst verstehbar, dass es dir jetzt so geht, wie es dir geht?
00:07:26: oder denkst du irgendwie, das kann doch so nicht sein.
00:07:32: Ist das stimmig?
00:07:37: Die ganze Situation, warum das so gekommen ist.
00:07:42: Teilweise.
00:07:49: So langsam versteh ich es ein bisschen.
00:07:52: Der Grund ist jetzt, dass nach einundzwanzig Jahren die ganze Beziehung rum ist.
00:08:02: Womit ich eigentlich lang nicht gerechnet habe.
00:08:10: Ich verstehe es so langsam ein bisschen, aber...
00:08:16: Noch nicht so ganz.
00:08:19: Darf ich fragen, wie du so lebst?
00:08:20: Einein zu zwei, zu vier, zu fünf?
00:08:23: Naja.
00:08:26: Noch ist er hier.
00:08:28: Aber jetzt eben seit Kurzem war sie alleine und wir haben zwei Kinder zusammen.
00:08:36: Wie alt sind die Kinder?
00:08:37: Sieben und zehn.
00:08:41: Junge Mädchen?
00:08:42: Jungs.
00:08:48: Und würdest du sagen, dass die Beziehung jetzt beendet ist?
00:08:52: oder ist das noch eine Frage?
00:08:53: Ja, die ist beendet.
00:08:55: Ja, es
00:08:56: war jetzt gute drei Jahre, so ein Hin und Her von ihm.
00:09:02: Er war auch nicht sehr klar mit seinen Ansagen bei mir und ich habe das jetzt lang mitgemacht und eben keine Grenzen gesetzt.
00:09:13: Und ja, weil es für mich eben auch so unklar war, weil er auch noch nicht so nicht wirklich klar war.
00:09:22: Du hattest noch Hoffnung?
00:09:24: Ja, weil er hat so nie ausgedrückt, dass er nicht mehr will.
00:09:31: Es war immer nur dieses Wegen irgendwelcher anderen Gründe, welcher Stress, welcher Ärger, weil da was nicht passt.
00:09:39: Aber er konnte sein Gefühl nicht ausdrücken, dass er mich nicht mehr will, dass die Liebe vorbei ist, dass er das beenden will.
00:09:50: Da war, da hat er einen Mut nicht gehabt.
00:09:55: Vielleicht hat er das auch selbst nicht gewusst, so richtig.
00:09:58: Manchmal ist das so.
00:10:00: Manchmal spürt man das nicht so.
00:10:01: Das merkt man manchmal erst im Nachhinein.
00:10:03: Besonders Männer spüren das manchmal nicht so richtig.
00:10:08: Das ist so.
00:10:10: Die merken irgendwas häufig, aber sie wissen nicht, was das bedeutet, was sie da merken.
00:10:14: Sie haben keinen Ausdruck für das Gefühl.
00:10:18: Und gleichzeitig ist das, was man vielleicht fühlt, gleichzeitig auch heikel und bedrohlich und so weiter.
00:10:23: Ich will das gar nicht rechtfertigen, sondern ich kenne das natürlich.
00:10:30: Menschen manchmal erst im Nachhinein irgendwie, das überhaupt in Worte fassen können, was vorher auch Heikel ist, überhaupt das in Worte zu fassen, weil ihr habt ja auch zwei Kinder.
00:10:39: Einundzwanzig Jahre wart ihr ein paar, so?
00:10:42: Ja.
00:10:44: Okay.
00:10:46: Und sind die Kinder bei dir?
00:10:50: Die sind hier noch zu Hause, ja, er ist ja auch noch da.
00:10:54: Ja, bleiben die Kinder bei dir?
00:10:56: Ich kümmer von aus, ja.
00:10:59: Okay, wie würdest du das Verhältnis zu deinen Kindern beschreiben?
00:11:05: Gut.
00:11:09: Die haben natürlich auch ein bisschen gelitten die letzten drei Jahre.
00:11:14: Ja.
00:11:15: Was ist mitgekriegt haben natürlich.
00:11:16: Die merken das ja.
00:11:17: Klar.
00:11:19: Aber doch.
00:11:28: Okay.
00:11:29: Gut.
00:11:29: Aber im Grunde ist das ein ganz liebevolles, herzliches Verhältnis.
00:11:34: Ja, es ist auch jetzt, wo es so raus ist, dass es vorbei ist, ist er auch sehr... Wir miteinander haben eigentlich keinen Konflikt, keinen Streit mehr, wie man es sonst vielleicht mal hat, dass man sich irgendwie wegen irgendwas streitet und vielleicht auch mal lauter wird, ist überhaupt nicht mehr.
00:11:58: Ja.
00:12:00: Stille.
00:12:01: Ja.
00:12:03: Stille, Resignation.
00:12:05: Ja.
00:12:06: So, so ein Gefühl, ja.
00:12:08: Guck mal, Susanne, das ist ja, wenn du das so beschreibst, in sich verstehbar, dass das schmerzlich und traurig für dich ist, oder?
00:12:15: Ich meine, das ist ja nichts Ungewöhnliches.
00:12:16: Also dein Gefühl, das ist zwar nicht tröstlich, aber es ist jetzt nicht irgendwie völlig aus der Welt gegriffen oder völlig merkwürdig.
00:12:24: Es ist verstehbar, dass es dir so geht, wie es dir geht.
00:12:28: Du hast die ganze Zeit immer noch irgendwie gehofft, dass das irgendwie wieder zusammenkommt und war es die ganze Zeit in so einem... Gefühl von oben macht aller Wahrscheinlichkeit nach frei, weil du nichts machen konntest.
00:12:38: Ja, zum einen war es ja nie so klar,
00:12:42: weil
00:12:43: wie gesagt, der war sicher selber wahrscheinlich nicht wirklich klar, was er fühlt oder nicht fühlt.
00:12:47: Und dann hatte er auch seine Ängste gehabt, wie er das schaffen soll, wie er das macht und hat natürlich auch an der ganzen Sache gehangen.
00:12:59: Kinder, Haus, einundzwanzig Jahre.
00:13:03: Also, mir gegenüber hat das nie deutlich geäußert bei Freunden dann schon.
00:13:09: Bei mir nicht.
00:13:10: Ich weiß nicht, warum er sich das bei mir nicht so richtig getraut hat.
00:13:15: Was hat er bei Freunden geäußert?
00:13:17: Naja, dass er das eigentlich alles nimmer will und dass er mich nimmer will und eigentlich, aber er weiß nicht, wie er es machen soll.
00:13:25: Okay, das sind die auch nicht gerade so besonders charmant, das zu hören, ne?
00:13:28: Das kann ich verstehen.
00:13:30: Ja, okay.
00:13:33: Ja, gut.
00:13:34: Und nun, guck mal, also es ist in sich verstehbar, dass da bricht etwas im Arm nicht ziemlich zusammen, ja?
00:13:40: Ja.
00:13:41: Und du sagst, du möchtest gerne Grenzen setzen, dass du da gehofft hast und dass es vielleicht noch was wird und, sag mal, das ist doch relativ verstehbar.
00:13:51: Sag mal so, dein, also jetzt, dein Zustand, deinen Schmerz ist in sich, also aus meiner Sicht, verstehbar, ja?
00:13:59: Das ist jetzt nicht, das heißt nicht so, das ist normal oder so ist das nun mal im Leben, sondern es ist verstehbar.
00:14:07: Und jetzt gucken wir aber gleichzeitig, du kannst natürlich sagen, ja, hätte, hätte, hätte, ja, ja, Gott, das sagt man, das kann man immer so sagen, aber das bringt irgendwie, ja, weißt du, hinterher, aber in dem Augenblick verstehe ich, dass du da keine Grenzen gesetzt hast, weil du, Weil du gehofft hast, dass das da noch was wird, ist doch ziemlich normal.
00:14:27: Also finde ich jetzt nicht ungewöhnlich, sag ich mal so.
00:14:31: Ich glaube, du kannst zwar sagen, ich hätte vielleicht früher Grenzen setzen sollen, ja und nun.
00:14:36: Hätte, hätte.
00:14:37: Ja, wäre das jetzt was anderes?
00:14:39: Nee.
00:14:42: Aber aus diesem Gefühl der Ohnmacht und dieser Hilflosigkeit, in der du da warst, weil du ja nichts so richtig machen konntest.
00:14:48: Weil das alles so unklar war und du keine Klarheit schaffen konntest, wie dann auch.
00:14:52: Also ist doch ganz verstehbar.
00:14:54: Das war absolutes Hin und Her.
00:14:56: Über Jahre jetzt,
00:14:57: ja.
00:14:57: Genau, über Jahre ein Hin und Hin und Her.
00:15:00: Keine Klarheit, keine Gewissheit.
00:15:02: Ja, so.
00:15:02: Genau,
00:15:03: mal besser, mal schlechter.
00:15:04: Mal
00:15:04: besser, mal schlechter, ja.
00:15:05: Er hat auch
00:15:05: nicht gesprochen.
00:15:06: Ich, ich, ja, wir müssen reden, ne.
00:15:10: Ja, ich weiß nicht.
00:15:11: Ich bin ja nun selber ein Mann, aber ich habe natürlich viele Männer.
00:15:14: Ich kenne das relativ gut.
00:15:19: Es geht ja auch nicht für alle, aber es geht doch für einige, die einfach, ich weiß es auch nicht, irgendwie Schwierigkeiten siegen.
00:15:27: Das ist sozusagen, weil diese, die Gefühle, das Wichtigt, ein Gefühl wird ja erst bedeutsam, wenn man das in Worte fassen kann.
00:15:33: Und das ist nicht einfach, das in Worte zu fassen.
00:15:36: Das ist wirklich nicht so einfach.
00:15:37: Und Frauen gelingt das einfach häufig besser als Männern.
00:15:41: Früher, früher konnte das gotig.
00:15:43: Deswegen kenne ich das gar nicht von ihm.
00:15:45: Früher konnte er super reden und und Fühle ausdrücken und.
00:15:49: Positiven Gefühle.
00:15:50: Oder auch.
00:15:51: Positive, negative.
00:15:53: Es war ein anderer Mann.
00:15:55: Er war ein komplett anderer Mann.
00:15:56: Ich kenne den auch nicht mehr.
00:16:01: Er hat sich komplett zurückgezogen, Kopf in den Sand, Vogel strauß, wird schon vorbeigehen und dicht gemacht.
00:16:09: Ja.
00:16:11: Okay.
00:16:13: Gut.
00:16:14: Essen komplett anderer, anderer Mann.
00:16:17: Jetzt gucken wir auf, weil der Mann, dein, der andere Mann und der Alt, der andere Mann wird nicht müde, aber nicht mehr der alte Mann und so weiter und so fort.
00:16:25: Ja, so oft.
00:16:26: Ich glaube, du hast genug gesessen und geschaut, ob das Ganze noch Sinn macht oder auch nicht.
00:16:33: Aber ich brauche nochmal, ich möchte nochmal schauen.
00:16:35: Also, dass das Ganze höchstundengenehm ist und schmerzig und traurig.
00:16:39: Verstehe ich so.
00:16:40: Und nun gucken wir, was brauchst du jetzt?
00:16:44: was ist das was du sozusagen für dich stück für stück noch mal da wird?
00:16:48: nicht das geht das weiß ich das muss ich dir.
00:16:49: du bist genug das wird nicht morgen auf einmal klick klack anders aussehen.
00:16:53: ja das ist ein prozess in denen du jetzt reingehst aber wo du hoffentlich und darunter ist es vielleicht deine selbstbestimmtheit wieder erlangst so und für dich sozusagen schaust das ist alles nicht einfach.
00:17:04: noch mal das Das ist in sich selbst nicht einfach, da ist nicht bei dir irgendwas faul, sondern das stimmt was nicht, sondern das ist so, das braucht man.
00:17:15: In der Situation, dass man die Stärke finden, wieder so richtig, man ist ja dann trotzdem niedergeschlagen.
00:17:22: Absolut, genau, kann ich verstehen.
00:17:24: Und was gucken wir?
00:17:27: Was könntet ihr?
00:17:28: Ich frage dich nicht ab, weil das ist so einfach, ist das alles nicht.
00:17:31: Was bräuchtest du jetzt für dich, sodass du das Gefühl hast, du wirst das nicht alles klick klack hinter hinter dir lassen können.
00:17:39: Das geht nicht auf einmal.
00:17:41: Aber je mehr.
00:17:42: du nach, du kannst nach hinten schauen und versuchen das irgendwie zu... Ja zu schließen oder so etwas und dann die freiheit nach vorne zu gewinnen.
00:17:51: ja aber ich wüsste gar nicht genau wie du das machen.
00:17:54: also ich du kannst auch gleichzeitig versuchen ein bisschen mehr nach vorne zu schauen und darüber das vergangenes schließen.
00:18:01: weiß es gibt mehrere möchtigkeiten wie man das vergangene ein bisschen.
00:18:05: ein bisschen schließen kann.
00:18:06: Es gibt nicht nur den Blick nach hinten, ich muss da irgendwie nochmal durch oder das aufarbeiten oder wie auch immer und dann mache ich dann Deckel drauf.
00:18:15: Ich kann die Vorstellung, verstehe ich, aber so geht die Psyche meistens nicht.
00:18:18: Was brauchst du für dich jetzt, um vielleicht in der schwierigen Situation trotzdem nach vorne zu schauen und Grenzen zu setzen?
00:18:27: Das ist die gute Frage, die mich so umtreibt, weil es auch keiner versteht, warum ich da so dran hänge, warum ich da so lang brauche, warum ich mir das, eben auch weil das so ein anderer Mann geworden ist und so bös, zu mir war jetzt drei Jahre lang, also wirklich bös, warum ich da immer noch so Schwierigkeiten habe, mich davon zu lösen.
00:18:53: Gut, dann gucken wir mal, dann möchte ich noch mal versuchen, zu verstehen.
00:18:57: Also das ist ja eine spannende Frage.
00:19:02: Warum kann ich mich nicht lösen?
00:19:06: Ja.
00:19:09: Okay.
00:19:10: Und wenn du jetzt mal guckst, die letzten drei, es waren drei, ist da auch was vorgefallen, weil du sagst so drei Jahre, es ist ja ein schleichender Prozess, das wird ja nicht von heute auf morgen jetzt drei Jahre gewesen sein, aber irgendwie, wenn ich dich vor vier Jahren gefragt hätte, wie es um deine Beziehung bestellt ist, was hättest du mir damals gesagt?
00:19:25: Super.
00:19:26: Super.
00:19:27: Super, für mich war das super.
00:19:30: Für mich war das der Kerl.
00:19:33: Der Kerl für dein Leben.
00:19:35: Ja, okay.
00:19:37: Ja, das ist natürlich, wenn man das geführt, das ist der Mann für mein Leben, dann ist es nicht so einfach, das umzudrehen.
00:19:42: Ja, gut.
00:19:42: Also nochmal, und dieses, in den letzten Jahren, ja so, in den letzten Jahren, was war das, wenn man das versucht, mal ein bisschen zu vereinfachen die Welt, was war so das Grundgefühl in den letzten drei Jahren in Bezug auf deinen Mann?
00:19:59: Was für ein Gefühl kam immer wieder in dir hoch.
00:20:07: Nur Unverständnis und Unglauben ist so.
00:20:12: Fühltest du dich gesehen?
00:20:13: Fühltest du dich geliebt?
00:20:14: Nee.
00:20:16: Nee.
00:20:17: Und das weiß ich, das hat jetzt lang gebraucht und das weiß ich inzwischen.
00:20:21: Für ihn war das schon Jahre vorher eigentlich vorbei.
00:20:27: Er hat es aber für sich selbst wahrscheinlich nicht realisiert und wahrgenommen oder auch nicht wollen.
00:20:32: Ja und vor drei Jahren kam dann eine weitere Dame dazu.
00:20:40: Ja, das ahne ich ja schon, meistens spiel ich ja.
00:20:43: Ist die noch aktuell?
00:20:44: Nee, mit der war auch nie was, aber das hat dann bei ihm so dieses ausgelöst, dass er da so raus will.
00:20:58: Und deswegen gab es jetzt drei Jahre eigentlich nur Ärger.
00:21:02: Und in diese drei Jahre Ärger nochmal, dieses Gefühl, ich fühle mich nicht... Nicht gesehen, passt das so?
00:21:08: Ich fühle mich nicht geliebt, nicht wertgeschätzt?
00:21:11: Ja.
00:21:14: Und?
00:21:14: Ja, absolut.
00:21:15: Der wandte mal wie früher.
00:21:17: Ich war halt da.
00:21:19: Du warst halt nur so eben da, ja?
00:21:22: Aber nicht mehr als Frau oder als Mensch.
00:21:27: Sonst fühltest du dich nicht gesehen.
00:21:31: Manchmal mehr, manchmal wenig.
00:21:32: Das war so ein Hin und Her, eben auch wie er selber auch so.
00:21:38: Gott gefühlt hat, das war bei ihm auch nicht ganz klar immer.
00:21:44: Aber es hat nämlich wenig interessiert, was ich so mache, was ich so für Hobbys hab oder was mich interessiert oder nett oder wie es mir geht.
00:21:51: Das war alles so...
00:21:53: Ja.
00:21:54: Ja.
00:21:55: So, dieses Gefühl, du bist eigentlich gar nicht so wichtig, richtig?
00:21:59: Genau.
00:22:01: Okay.
00:22:02: Und so sage ich nur, wenn du mal guckst, nur dieses Gefühl.
00:22:09: Unabhängig von deinem Mann, ja?
00:22:11: Ich bin nicht so wichtig, irgendwie, ich fühle mich überhaupt nicht gesehen, ich fühle mich gar nicht wahrgenommen.
00:22:16: Nur prinzipiell, ist das ein Gefühl, was du kennst aus deinem Leben?
00:22:21: Ja.
00:22:23: Ja.
00:22:24: Und kann es sein, dass du dieses Gefühl länger kennst als deine Beziehung zu deinem Mann?
00:22:29: Ja, definitiv.
00:22:30: Gehen wir als Kind schon immer so.
00:22:37: Okay.
00:22:38: Das heißt, dieses Gefühl ist im Grunde... Darf ich fragen, ungefähr wie alt du bist?
00:22:44: Ich muss nicht genau wissen.
00:22:49: Ungefähr seit neununddreißig Jahren?
00:22:53: Ja.
00:22:53: Ich ziehe die ersten Jahre ab.
00:22:57: Also das ist ein altes Gefühl.
00:22:58: Ich bin nicht so wichtig.
00:22:59: Ich zähle nicht.
00:23:00: Ich fühle mich nicht so gesehen.
00:23:01: Ich fühle mich nicht um einer Selbstwillen geliebt.
00:23:06: Doch, doch geliebt schon.
00:23:07: Also die hatten mich schon.
00:23:09: Die wollten mich unbedingt.
00:23:10: Die hatten mich auch ganz, ganz sehr gerne.
00:23:13: Die Eltern liebten dich.
00:23:15: Und fühlst du dich den Bedingungslos geliebt?
00:23:18: Das ist ein Unterschied.
00:23:19: Die Eltern haben dich bestimmt ganz toll lieb gehabt.
00:23:22: Darum dreht sich es nicht.
00:23:24: Nichts gegen die Eltern.
00:23:25: Darum dreht sich es nicht.
00:23:26: Ist das um dein Gefühl?
00:23:29: Fühlst du dich gesehen?
00:23:30: Meistens ja.
00:23:32: Meistens ja.
00:23:33: Wenn es natürlich immer irgendeinen Ärger gab, dann nicht so.
00:23:36: Das gilt ja für uns alle hoffentlich.
00:23:40: Das ist ja normal.
00:23:42: Aber woher kennst du das dann?
00:23:43: von früher?
00:23:45: Schon von den Eltern.
00:23:50: Die haben mich schon gern gehabt, aber trotzdem hatte ich immer so dieses Gefühl, es ist trotzdem nicht so richtig wichtig, was ich sage.
00:24:05: Man kann das ignorieren.
00:24:10: Leben deine Eltern noch?
00:24:11: Ja.
00:24:13: Wie ist das für dich heute zu ihnen?
00:24:16: Interessieren Sie für dich?
00:24:18: Ja,
00:24:18: ja, ja.
00:24:21: Hat sie das verändert?
00:24:25: Gegensatz zu früher?
00:24:26: Nee.
00:24:28: Nee ist immer noch immer noch dasselbe.
00:24:30: Ich habe jetzt einen gesünderen Abstand dazu, bin ja nur selber älter und ausgezogen und dann ist das immer anders.
00:24:36: Aber sie können nach wie vor als ja bevormunden sein, sie irgendwas besser wissen und damit wieder meine Grenzen überschreiten.
00:24:49: Das ist immer so ein bisschen egal, was ich sage.
00:24:56: Du musst es aber so und so machen.
00:24:58: Nee, will ich nicht.
00:25:02: Wie alt warst du gerade eben?
00:25:07: Sechs, sieben.
00:25:09: Ja, okay.
00:25:13: Also die Grenzen, das sind deine Grenzen, dein Sein wurde nicht immer so wahrgenommen.
00:25:20: Wenn ich irgendwelche Hobbys machen wollte, das machst du doch sowieso nicht lang.
00:25:25: Wenn ich irgendwas haben wollte, was Spezialist zu Weihnachten, das brauchst du nicht.
00:25:31: Wenn ich wollte dann aus einer anderen Schule gehen, das schaffst du sowieso nicht.
00:25:39: Also ich finde das schon ziemlich deutlich, ob man sich da bedingungslos geliebt fühlt.
00:25:43: Nicht, dass deine Eltern, ich habe ja immer so ein virtuelles rotes Gerät, was die Liebe ist.
00:25:49: Und wenn wir das bei deinen Eltern anschließen, dann wird das bestimmt ausschlag.
00:25:53: Da bin ich mir ganz sicher, das schlägt aus.
00:25:55: Alles ist gut.
00:25:57: Heißt aber nicht, dass du dich um deiner Selbstwillen bedingungslos geliebt fühlst.
00:26:06: Ja, also bis auf diese Situationen dann immer, muss er immer über meine Grenzen drüber sein oder mich einfach ignoriert haben, was ich will.
00:26:15: Und ist das etwas, ja, okay, okay, gut.
00:26:18: Und dieses, es ist egal, was ich will, ist nicht so, nicht so wichtig, richtig?
00:26:26: Nein, nicht unbedingt.
00:26:26: Also vielleicht werde ich mich dann mehr, mehr... ...beschwertet und lauter gewesen wäre.
00:26:33: Aber ich war halt schon immer auch sehr ruhig und sehr ...
00:26:36: Warst du ein artiges Mädchen?
00:26:38: Ja.
00:26:39: Okay.
00:26:39: Eigensein ist ein bisschen heikel.
00:26:41: Was könnte Widerspruch kommen, oder?
00:26:44: Na doch, Eigen war ich schon.
00:26:45: Ich war schon immer anders als die anderen.
00:26:48: Ach so, was heißt denn
00:26:49: das?
00:26:49: Naja, alle fanden es Rosadorf, ich fand's super.
00:26:54: Jeder musste irgendwelche Markenklamotten anhaben.
00:26:56: Ich hab gesagt, ich ziehe doch keine Markenklamotten an.
00:26:58: Das macht ja schon jeder andere.
00:27:01: Ja, da war ich schon
00:27:02: sehr selbstbewusst und immer anders.
00:27:05: Da höre ich aber ein großes Selbstbewusstsein.
00:27:09: Ja.
00:27:10: Wunderbar.
00:27:11: Also ich bin ja nur, ich gucke ja, ob ich da irgendwas finde, was wackelig ist, aber da höre ich gar nichts wackelig ist, sondern da höre ich, was sehr, sehr fest ist.
00:27:22: Eigentlich schon.
00:27:23: Eigentlich ja schon.
00:27:25: Okay.
00:27:28: Also das könnte im Grunde, ist da, in dir ist ein großes, da ist ein Selbstbewusstsein, du kannst eigen sein, dann eigen sein, das darf verleben, richtig?
00:27:37: Ja,
00:27:37: ja, das weiß doch jeder, es ist die Suche wieder, die ist anders.
00:27:43: Ja.
00:27:43: Das klingt, das klingt richtig schön.
00:27:47: Ja.
00:27:49: Und kann es sein, dass du, dass du einfach das ein bisschen vergessen hast, ich meine das überhaupt nicht.
00:27:57: bös oder überhaupt nicht negativ, sondern dass du das in dem Ritual des Alltags sozusagen, wo du Mutter geworden bist und dann ja eine neue Rolle gab, dass die du ja so in deinem Leben vorher nie hattest.
00:28:11: und dann functionalisiert sich das, dann habt ihr ein Haus höre ich und so weiter und sofort dann arbeitest du möchtigerweise oder keine weiß ich jetzt nicht, aber irgendwie so ist das technische Leben, wo sozusagen dein Eigensein gar nicht mehr so richtig zum Tragen kommt und gar nicht mehr so richtig Platz hat.
00:28:28: So kam es mir vor.
00:28:29: Gar
00:28:29: nicht mehr.
00:28:29: Ich habe meine ganzen Sachen, die ich so gerne gemacht habe, eigentlich größtentags gelassen.
00:28:34: Ich war für die Kinder da, soweit es ging.
00:28:36: Ich habe in seinen ganzen Hobbys unterstützt und was er so machen wollte.
00:28:47: Er hat sich selbstständig gemacht.
00:28:49: Ich habe ihm geholfen dabei.
00:28:52: Ich war eigentlich nur noch für ihn da.
00:28:54: Super.
00:28:55: Nicht super, sondern ... Jetzt verstehe ich.
00:28:58: Nicht super so.
00:28:59: Jetzt verstehe ich das besser.
00:29:01: Also du bist ein liebenswerter Mensch, der sehr auch irgendwie auf die anderen achtet.
00:29:08: Ja, zu viel.
00:29:08: Du bist immer
00:29:09: viel zu nett.
00:29:10: Ja, ja, gut.
00:29:12: Ob man immer zu nett ist, weiß ich nicht.
00:29:14: Aber ich ahne, was du meinst.
00:29:16: Du kannst, glaube ich, sehr, sehr nett sein und sehr fürsorglich, ferm sein und trotzdem deine eigene Grenze setzen.
00:29:20: Du hast es nur vergessen.
00:29:21: Also du hast das aus dem Blick sozusagen verlohen und jetzt merkst du das, ja?
00:29:26: So.
00:29:27: Okay.
00:29:28: Was hast du prinzipiell für Hobbys?
00:29:32: Tanzen finde ich schön, schon immer.
00:29:36: Ich bin ganz kreativ, Kerzen basteln oder halt einfach nur mit Freunden gemütlich.
00:29:48: Nichts spezielles, keine ausgefallenen Sachen oder so.
00:29:52: Aber du hast Freundinnen oder Freunde?
00:29:54: Ja.
00:29:55: Ja, super.
00:29:56: Und tanzen, tanzt du alleine oder mit deinem Mann immer bisher?
00:30:01: War, naja, er hat mal mitgemacht, aber... Ja,
00:30:05: ja, ich habe nicht schon.
00:30:08: Ja, ich habe das, ich habe ein Tanzkurs mit einem Arbeitskollegen gemacht, zeitlang.
00:30:15: Ich habe Zumbage tanzt, Bauch tanzt, das ist ja alles alleine.
00:30:21: Wie lange ist das hier?
00:30:25: Bauchtanz war bis zum Jahr den Kindern.
00:30:35: Also du hast im Grunde ist ganz viel in dir.
00:30:39: Du hast es ein bisschen nicht so bewusst.
00:30:42: Das ist alles jetzt beobachter Sprache jetzt im Nachhinein.
00:30:46: Du hast es ein bisschen vergessen zu pflegen und hast den Blick sozusagen sehr auf andere Menschen gelegt.
00:30:52: Auf deinem Mann, auf deine Kinder.
00:30:53: Das ist auch schön.
00:30:56: Eidich, nichts Negatives, nur es kann sein und das merkt man ja jetzt hinterher, dass man den Blick auf sich selbst dann verloren hat.
00:31:03: Das kann passieren, muss aber nicht, aber es kann passieren.
00:31:07: Aber eidich ist alles in dir.
00:31:10: Eigentlich ja.
00:31:11: Ja, das ist ein großer Unterschied.
00:31:13: Falls mir wahrscheinlich schwer, weil jetzt alles zusammenbricht oder alles, was mir vorher wichtig war, ist eigentlich weg.
00:31:19: Ja, aber nochmal.
00:31:20: Es ist doch in dir, was dir vorher wichtig war.
00:31:23: Du hast es nur aus dem Blick verloren.
00:31:25: Und du hast es aus deiner Würde, aus der Würdeung verloren.
00:31:28: Du hast dich nicht mehr selbst gewürdigt und ernst genommen, sei mal so, weil dein Blick auf die anderen so dominant war, auf andere Menschen, auf deinen Mann.
00:31:38: Und du hast ihm unter Unterstützung geholfen.
00:31:39: Und die Kinder brauchen ja auch ein Maß und Fürsorge und so weiter und so fort.
00:31:43: Dann kann es passieren, dass der Blick auf einen selbst sozusagen wegrutscht.
00:31:46: Und dann merkt man das.
00:31:47: Und da hat man das Gefühl, jetzt ist gar nichts mehr da.
00:31:50: Jetzt ist man, sozusagen, ganz verloren.
00:31:52: Dabei ist das alles noch India, wo du kannst es nicht mehr so richtig spüren.
00:31:57: Also eigentlich musst du gar nichts Neues lernen.
00:31:59: Du musst nur an das wieder anknüpfen, was India ist.
00:32:02: Also nur, so einfach geht das nicht, das weiß ich schon.
00:32:06: Ja, sonst wird es es ja tun.
00:32:07: Also nur in Anführungszeichen.
00:32:10: Aber es macht für mich einen großen Unterschied, weißt du?
00:32:14: Wenn im Grunde eigentlich alles India steckt, du musst nicht nur... Du musst oder musst, du solltest oder könntest für dich versuchen, die Türen darin wieder zu öffnen und quasi ein bisschen Neulagenden dein Eigensein wieder zu würdigen und zu spüren.
00:32:29: Vor allem, du kannst es doch gar nicht mehr spüren, weil du es gar nicht mehr erlebt hast.
00:32:33: Das geht doch gar nicht.
00:32:34: Ja, das ist irgendwie so weit weg.
00:32:37: Genau.
00:32:38: Ja, nee, das ist richtig.
00:32:39: Guck mal.
00:32:40: Das bestärkt mich aber in meiner Vorstellung, dass der Weg nicht unbedingt daran geht, in die Geschichte zu gehen.
00:32:46: und wieso hast du und was ist da und warum hast du das nicht alles gemacht?
00:32:50: und wie kannst du die Geschichte schließen?
00:32:53: Ich kann das verstehen, das zu denken, aber ich glaube, so geht der Weg nicht.
00:32:58: Ich glaube, da alles in dir ist und alles die ganzen Emotionen und das dein ganzer Tanz und dein Ausdruck und du hast Menschen, die du gerne hast und so weiter und so fort, Dann, glaube ich, kriegt das bei aller Emotionalität, ist, glaube ich, im Augenblick eine gewisse Pragmatik notwendig, um wieder handlungsfähig zu werden, um aus dieser Ohnmacht rauszukommen.
00:33:22: Und ich glaube, darüber, über das Erleben, über das Erleben, ja, so, was Indien, dadurch, dass du das vielleicht wieder spüren kannst, was Indien ist, so.
00:33:33: Dadurch schließt sich das Alte.
00:33:35: Weißt du, du kannst das neuronal nicht löschen.
00:33:38: Die ganzen Erfahrungen, die du jetzt gemacht hast, die Enttäuschung, der Schmerz, die Zurückweisung, diese Ohnmacht, das kannst du neuronal nicht löschen.
00:33:47: Das bleibt.
00:33:49: Aber Veränderung ist dann müchtig, wenn du einen Rahmen schaffst, wo du neue Erfahrungen machst.
00:33:55: Und diese neuen Erfahrungen, je mehr die neuronal gebahnt werden, desto mehr hemmen sie die alten Geschichten.
00:34:02: Also es geht nur über neue Erfahrungen machen.
00:34:06: Weil ich glaube, gedacht, wir können das, also aus meiner Sicht, du beschreibst das alles, wo ich sage, ja, verstehe ich, ja, verstehe ich.
00:34:15: Ich sehe da nicht, bringt auch gar nichts, hätte, hätte, das ist alles Quatsch, ja, so.
00:34:22: Für mich klingt das nicht ungewöhnlich, nützt auch gar nichts, sozusagen jetzt zu sagen, ja, du hättest vielleicht früher Grenzen, jetzt wirst du sagen, ja.
00:34:29: Noch mal, das sind alles Dinge, die weißt du, alles ist jetzt hinterher.
00:34:31: Das ist alles, das bringt nichts, ja.
00:34:34: Das bringt nichts.
00:34:35: Also, ich glaube, ich kann dir nur ans Herz legen, zu versuchen, in eine Pragmatik zu kommen und dir aufzuschreiben, was brauchst du jetzt für dich im Leben?
00:34:49: Was möchtest du wieder?
00:34:50: Möchtest du wieder Bauch tanzen?
00:34:51: Sie sind zwölf Jahre her.
00:34:54: Ist das noch aktuell?
00:34:55: Kann ich jetzt nicht?
00:34:56: Ich bin jetzt kein Experte da drin.
00:34:58: Sorry.
00:35:00: Ist das noch überhaupt etwas, wo du denkst, das eigentlich hätte ich wieder Lust dazu?
00:35:05: Tanzen sozusagen ist eigentlich was, glaube ich, ich kann das nicht besonders gut, aber es ist glaube ich, was sehr schön ist, was sehr emotional ist.
00:35:16: Und ich glaube, das musst du machen, um zu spüren.
00:35:19: Du musst in Spüren wiederkommen.
00:35:21: Du spürst die Welt nicht mehr so richtig.
00:35:24: Ich wüsste auch gar nicht, wie.
00:35:25: Also ich kann das verstehen.
00:35:27: Ich kann das nachvollziehen, dass du das nicht mehr so spürst, wie denn?
00:35:30: Kannst du doch gar nicht.
00:35:31: Also musst du einen Rahmen schaffen, wo du wieder und zwar nicht neu spüren, sondern da spüren, was in dir ist.
00:35:38: Und das ist ein großer Unterschied.
00:35:40: Das ist alles andere als selbstverständlich.
00:35:44: Also ich glaube, du solltest dir die Zeit nehmen, genau zu gucken und aufzuschreiben, was du für dich in den nächsten Wochen und Monaten wieder wieder.
00:35:55: entwickeln möchtest.
00:35:56: Nichts erneu.
00:35:58: Du brauchst gar nichts Neues.
00:36:00: Du brauchst neue Erfahrungen.
00:36:02: Aber du brauchst nichts Neues in dir.
00:36:05: Das ist alles in dir.
00:36:06: Du hast ein großes Selbstbewusstsein.
00:36:09: Du bist anders.
00:36:11: Du kannst das auch mit einem Lächeln sagen.
00:36:13: Ja, so.
00:36:15: Ja, das ist doch schön.
00:36:16: Andersem stürzt
00:36:18: drauf.
00:36:19: Ja, genau.
00:36:20: Wunderbar.
00:36:21: Anders und stolz drauf.
00:36:23: Das ist doch so super.
00:36:25: Ich höre nicht so häufig.
00:36:28: Das höre ich ganz selten.
00:36:30: Ich bin anders und bin stolz drauf.
00:36:33: Du hast es nur nicht mehr gespürt.
00:36:35: Und es wird Zeit, den Rahmen zu schaffen, das wieder zu spüren.
00:36:39: Da brauchst du keine Therapie, da muss man nicht in deine Geschichte gehen und alles aufarbeiten, das brauchst du alles gar nicht.
00:36:46: Dein Gefühl, so wie du bist, ist in sich verstehbar und stimmig.
00:36:50: So.
00:36:50: Und jetzt, glaube ich, geht es darum, um das Alte zu schließen, musst du das Neue fühlen.
00:36:58: Je mehr du das Neue fühlst, desto mehr schließt sich das Alte.
00:37:02: So geht das.
00:37:04: Ganz sicher.
00:37:05: Es ist nur, es ist nicht einfach, ich kann das.
00:37:08: Man muss... Man braucht Disziplin.
00:37:11: Ja.
00:37:12: Ja, da finde ich, glaube ich, noch ein bisschen der Mut zum Loslassen.
00:37:15: Ja, das ist... So
00:37:17: nach so langer Zeit ist, ja, ich habe noch noch funktioniert und...
00:37:21: Aber schau, guck mal, je mehr du loslässt, ich sag mal, hier, ich will das nicht schön reden, aber je mehr du dein Eigensein wieder, wieder dich dem öffnest, desto attraktiver wirst du.
00:37:38: Ich glaube, das war auch so ein Grund, warum er sich zurückgezogen hat, weil ich ja nimmer da war.
00:37:42: Also ich war ja nimmer die Dirige gehandelt.
00:37:45: Eben drum.
00:37:45: Ich würde aber jetzt gar nicht so sehr, dass du das machst, um ihm zu gefallen, sondern um dir zu gefallen.
00:37:50: Verstehst du?
00:37:51: Und du wirst irgendwann einen neuen Mann kennenlernen.
00:37:54: Und wenn du da nicht dein Eigensein lebst, und zwar mit einem Poren deines Lebens, dann wirst du ja nicht wahrnehmbar.
00:38:04: Also je mehr du dein eigenes Sein lebst, desto wahrnehmbarer und attraktiver bist du.
00:38:09: Also jetzt nicht, Attraktion im Grunde von Anziehung.
00:38:12: Ja, so wahrnehmbar, sichtbar, spürbar, fühlbar.
00:38:18: So, und das ist dir weggerutscht, verstehe ich, aber ich kann das gut nachvollziehen.
00:38:22: Also das ist jetzt, ich, und das, ich kenne so etwas hundertfach, ja, hundertfach in solchen, solche Geschichten.
00:38:29: Ich finde es aber in sich selbst, ich, das ist in sich selbst stimmig, so.
00:38:34: Und es braucht Disziplin, um sich das eigene wieder zum Leben zu erwecken.
00:38:40: So.
00:38:41: Und das würde ich dir sehr raten, das also wirklich konsequent anzugehen, weil das heißt, nochmal, das heißt nicht das alte loszulassen, sondern das kommt dann später.
00:38:53: Das wirst du ja sehen, sondern dein eigenes reinzulassen.
00:38:59: So.
00:39:00: Und je mehr du dann Eigensein reinlässt, kann sein, dass das alte... Das wird
00:39:04: da aufgebaut.
00:39:05: Ja.
00:39:06: Und ob du das alte dann loslässt, das wirst du dann sehen.
00:39:11: Aber je mehr du Sorge hast, das alte loszulassen, desto weniger wirst du auf dich selbst achten.
00:39:17: Und bleibst in der Ohrmacht verhaftet.
00:39:20: Und damit kommst du kein Schritt weiter.
00:39:22: Also ich kenne sogar Geschichten, wo dann so etwas so ein Mensch dann irgendwie für sich selber so attraktiv wurde, dass der Mann oder die Frau dann wieder zurück haben wollte und die sagt, ne, du tue mir Leid, das ist jetzt, also ich bin jetzt auch jemand anders.
00:39:36: Ich finde die zwar nett und lieb und so weiter und so fort, aber ich bin, ich bin das woanders, meine Reise geht es woanders hin.
00:39:43: Oder auch nicht, ich weiß nicht, keine Ahnung, aber woher sollen wir das denn wissen, wenn man sich nicht in den Zug setzt und losfährt?
00:39:51: und nur am Bahnhof stehen bleibt, dann kommt nichts Neues.
00:39:56: Also, ich habe das selten erlebt, dass das für mich, so wie in meinem Kopf, in meinem Blick auf die Welt, so wie ich dich hier heute erlebt habe, war mir das selten so plastisch und klar, dass es sich gar nicht darum dreht, jetzt irgendwas noch mal gedanklich zu wenden und zu drehen, sondern tatsächlich ins Erleben zu kommen.
00:40:23: Wenn du lernen willst, also wenn du dich verändern, wenn du dich entwickeln willst, lerne zu spüren.
00:40:29: Lerne zu fühlen.
00:40:30: Wieder.
00:40:31: Wieder.
00:40:32: Und zwar deins und nichts Neues.
00:40:34: Deins zu fühlen.
00:40:36: Und das bringt dich nach Formel.
00:40:37: Alles andere ist Quatsch.
00:40:43: Susanne, das ist meine Quintessenz.
00:40:47: Aus dem Gespräch mit dir heute.
00:40:50: Also ich bin beeindruckt, muss ich sagen, von deiner.
00:40:55: Trotz allem Schmerz und Schwierigkeiten, was ich verstehe, bin ich beeindruckt von deiner Stärke.
00:41:00: So muss ich sagen.
00:41:02: Auch wie du das mit deinen Eltern erklärt hast, finde ich gut.
00:41:06: Es ist beides da.
00:41:09: Das Gefühl kennst du, aber es ist auch das andere da.
00:41:12: Du bist liebenswert.
00:41:14: Du reichst, du bist so wie du bist gut.
00:41:18: Alles ist gut, so oder nicht alles.
00:41:20: Aber das ist ein gutes Fundament.
00:41:24: Jetzt geh in die Welt und tanze wieder und Mach das was dir gut tut und du wirst sehen sozusagen Dann wächst dein eigen sein wieder und du spürst dich und was das für Auswirkungen auf die welt hat.
00:41:37: das ist genau Was denn den Ja den spaß und die freude ausmacht.
00:41:42: weil wir das wissen wir nicht genau.
00:41:44: Ja aber das ist ja gar der sinn der sache dass wir es nicht genau ist
00:41:49: aus dem werden ja
00:41:50: ja genau Geh los du hast alles in dir Du brauchst nichts dazu.
00:41:58: Dass da Zug oder obendrauf oder rechts und rechts kommt alle später.
00:42:03: Ja, also mein Vorschlag ist, Susanne, wenn du magst, schreib mir einfach auch mal.
00:42:11: Nein, ich beantworte alle Mails.
00:42:14: Also ist nicht irgendwie nur so dahergesagt, sondern ich beantworte die auch halt.
00:42:17: Schreib mir so, aber ich bin, ich bin ein bisschen gespannt, in welche Richtung dann, wie ich sehe.
00:42:23: bewegt und du driftest.
00:42:25: Und an welcher Kreuz und du vielleicht denkst hier ist ne Sackgasse oder wie auch immer.
00:42:28: und dann versuche ich sozusagen mit meinem Blick drauf zu gucken und sagen, ist das wirklich ne Sackgasse?
00:42:32: oder denk ich nach links, da ist nicht keine Sackgasse.
00:42:35: Das sieht man manchmal, wenn man etwas geschichtslos ist, so wie ich im Bezug auf deine Geschichte, kann ich ein bisschen anders gucken.
00:42:40: Von außen besser.
00:42:41: Ja, das ist immer normal, das ist immer so.
00:42:44: Also von daher... Dann würde ich sagen, wir schließen für heute und du meldest dich so, wie du möchtest.
00:42:51: Ich bin gespannt sozusagen.
00:42:53: Und wenn ich könnte, würde ich dich ein bisschen anschubsen.
00:42:56: So, ja.
00:42:58: Ja.
00:42:59: Versuchend.
00:43:00: Auch ich manchmal, glaube ich.
00:43:02: Ja, aber wenn ich könnte, würde ich dich auch ein bisschen anschubsen, weil mein Vertrauen in dein Weg ist relativ groß.
00:43:11: Ja.
00:43:12: Okay, ich drück jetzt hier einfach.
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